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Aktuelle Ausstellung
18. Oktober 2017 bis 18. Dezember 2017

Kommen und Bleiben - Zuhause in Potsdam

Bilder von Kindern aus aller Welt
Teaserbild zur Ausstellung

Seit 2014 sammelt die Berliner Künstlerin Patricia Thoma Bilder von Kindern aus aller Welt. Kinder, die mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen sind, malten aus der Erinnerung ihre Heimat. Wo wohnten sie? Welche Hobbies hatten sie? Wie sieht ihr neues Zuhause aus?

In einer Zeit weltweiter Konflikte und Krisen geben die aus einer sehr persönlichen Perspektive gestalteten Bilder Einblicke in eine Welt jenseits bekannter Darstellungen aus Reiseführern. Da wird das Haus der Großeltern gemalt, das Lieblingsessen samt Zutaten gezeichnet und erklärt oder die komplette Familie mit allen Haustieren porträtiert. Häufig sind es die eigenen Lebensläufe, die zweisprachig vorgestellt und detailgenau illustriert werden. Ob mit Filzstift, Pastellkreide, Tusche oder als Collage – stets erzählen die Sechs- bis Zwölfjährigen, was Heimat für sie bedeutet und wie wichtig ihnen ein Zuhause ist.

Für die Ausstellung verbindet Patricia Thoma die Arbeiten in Patchwork-Technik zu großen, quadratischen Wandbildern, in denen „KOMMEN und BLEIBEN“ auf vielfältige Weise ausgedrückt wird. Jedes einzelne Kunstwerk ist gleichzeitig ein Appell an die erwachsenen Betrachter, die Welt zu schützen und zu erhalten.

Bildergalerie
Die Künstlerin Patricia Thoma beim Ausstellungsaufbau „Kommen und Bleiben – Zuhause in Potsdam“.
Workshop in Fahrland. Foto: Stefan Gloede
Zeichnung von Walid / Libanon
Workshop in Fahrland. Foto: Stefan Gloede
Zeichnung von Oyujin / Mongolei
Die Auswahl war schwierig: Viele Bilder wurden von Kindern der Regenbogenschule Potsdam gemalt.
Zeichnung von Lina / Sudan
Workshop in Fahrland. Foto: Stefan Gloede
Kurzvita von Patricia Thoma und Stefan Gloede
In der Ausstellung

Eine Auswahl der rund 300 Werke aus über 80 Ländern ist derzeit als Wanderausstellung an verschiedenen Orten der Bundesrepublik zu sehen und macht für zwei Monate Station in der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Die Ausstellung wird durch aktuelle Bilder von Potsdamer Kindern ergänzt. Unter Anleitung von Patricia Thoma und Anke Stemmann, Museumspädagogin am Potsdam Museum, sind diese Bilder während eines Workshops in der Regenbogenschule Potsdam entstanden.

Der Potsdamer Fotograf Stefan Gloede begleitete das Projekt mit seiner Kamera. Sensibel und zurückhaltend fing er Momente der Anspannung, Konzentration und Freude ein und schuf eine eindrückliche Dokumentation. Die aussagekräftigen Schwarz-Weiß-Fotografien ergänzen die Ausstellung und lassen den Betrachter am kreativen Entstehungsprozess teilhaben. 

In Kooperation mit dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

 

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